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Individuelle

Künstliche Gelenke

Individuelle Knie-TEP und Hüft-TEP

Bei einem fortgeschrittenen Gelenkverschleiss, können Teile oder das gesamte Gelenk künstlich ersetzt werden.
Durch eine computergestützte Planung wird anhand der Röntgenaufnahmen individuell die Operation im Vorfeld geplant. In bestimmten Fällen (ca. 5-10% aller Patienten) zeigt sich allerdings ein nicht optimal passendes herkömmliches Implantat, so dass im nächsten Schritt eine 3D-Vermessung durchgeführt wird und mit diesen Daten ein massangefertigtes Implantat für diesen Patienten hergestellt wird.

Infolge der gründlichen Vorbereitung der Operation, insbesondere mit Auswahl der richtigen Endoprothese für den Patienten kann das Risiko eines nicht funktionierenden Gelenkersatz signifikant gesenkt werden.
(Bis zu 20% unzufriedene Patienten beim Kniegelenkersatz!; Publikation: Bourne und Mitarbeiter „Patient Satisfaction after Total Knee Arthroplasty: Who is Satisfied and Who is Not?“)


Planungsbild für eine massgefertigte Knieendoprothese


Ganzbeinstandaufnahme 2D Planung Knieendoprothese

Wechseloperationen

Das künstliche Gelenk ist eine der erfolgreichsten Operationen in der Chirurgie und führt bei den Betroffenen zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität.

Allerdings funktioniert nicht jedes Gelenk und es hält nicht ein ganzes Leben.
Gründe für ein Versagen der Prothese sind der Verschleiss.
Die Gründe dafür sind Verschleiß, Lockerung, Infektion oder Luxationen. Ein Verschleiß oder eine Lockerung nach 15 bis 20 Jahren Prothesenstandzeit ist völlig normal. Dies kann einen Austausch des künstlichen Gelenkes erforderlich machen. Dabei muss zwischen einem aseptischen (nicht infektiösen) und septischen (infektiösen) Wechsel unterschieden werden. Als hochspezialisiertes Gelenkzentrum sind Wechseloperationen an Hüft-, Knie- und Schultergelenk einer unserer Schwerpunkte.

Wie erkennt man, dass eine Prothese gewechselt werden muss?

In den meisten Fällen klagen die Patienten über Schmerzen und eine Gangunsicherheit. Um Hinweise auf einen Verschleiss möglichst früh zu erkennen empfehlen wir Röntgenkontrollen ab dem 5. Jahr alle 2 Jahre und ab dem 10. Jahr jährlich durchzuführen.
Ob und wann die Prothese gewechselt werden muss bleibt eine individuelle Entscheidung, allerdings empfiehlt es sich nicht zu lange zu warten. Vor allem da mit zunehmender Dauer immer mehr Knochensubstanz geschädigt wird.
Von größter Wichtigkeit ist, dass eine Wechseloperation von einem Facharzt für spezielle orthopädische Chirurgie mit genügend Erfahrung erfolgt.

Deshalb ist es von noch größerer Bedeutung, von einem erfahrenen Operateur in einer auf Wechseloperationen spezialisierten Klinik behandelt zu werden.

Meistens ist eine Vollbelastung auch nach der Wechseloperation möglich, in einigen Fällen ist jedoch eine Teilbelastung der neu eingesetzten Revisionsprothese für einige Wochen erforderlich.

Infektionen im Kunstgelenk

Bei den sog. septischen Endoprothesen handelt es sich um die schlimmste Komplikation für den Patienten, da diese in der Regel mit einer langen Behandlung und deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität einhergehen.
Die Diagnostik eines Infektes erfolgt nach einem standardisierten Vorgehen und die Therapie ist nahezu ausschliesslich chirurgisch. Bei Frühinfekten mit einer Erkrankungsdauer von wenigen Wochen wird meistens ein gelenkerhaltender Versuch unternommen. Bei Spätinfekten und oder schlechter Weichteilsituation kann und muss die Prothese komplett entfernt werden.